Zwischenreich, 2026

Über Übergänge und Erwartungen

Petja Siebenstein

7/19/20261 min read

Die Installation bewegt sich zwischen Kindheit und Erwachsensein, Märchen und Wirklichkeit, Erinnerung und Verwandlung.

Ein Kleid hängt im Geäst wie eine zurückgelassene Hülle. Lange Haare fallen herab, als hätten sie sich von einem Körper gelöst. Darunter sitzt eine kleine Vogelgestalt auf Rädern, irgendwo zwischen Spielzeug, Begleiter und Märchenfigur.

Die verwendeten Materialien tragen unterschiedliche Assoziationen in sich. Das Geäst verweist auf Natur, Herkunft und Wachstum, kann aber ebenso als Bild für gesellschaftliche Erwartungen und Zuschreibungen gelesen werden. Das Kleid erinnert an Prinzessinnenbilder und Kindheitsfantasien, während die abgeschnittenen Haare zugleich Verlust, Veränderung und Selbstermächtigung andeuten.

Die roten Einschlüsse und Faserreste bewegen sich zwischen verschiedenen Bedeutungen. Sie erinnern an Schnee, Moos, Blüten oder Blut. Als Zeichen von Lebendigkeit, Verletzlichkeit und Transformation markieren sie Übergänge, ohne diese eindeutig festzulegen.

Zwischenreich erzählt keine konkrete Geschichte. Die Arbeit beschreibt vielmehr einen Zustand: den Moment, in dem etwas Vertrautes bereits zurückgelassen wurde und etwas Neues noch keine feste Form gefunden hat.

Impressum, Angaben gemäß § 5 TMG:

Petja Siebenstein , auch bekannt als Petra Hummel, Neue Weinsteige 25b, 70180 Stuttgart - Deutschland -

E- Mail:: studio@petjasiebenstein.com

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:: Petja Siebenstein (Petra Hummel), Adresse wie oben