Dieses Selbstporträt entstand aus dem Versuch, nicht mein Gesicht, sondern meine Welt abzubilden.
Fundstücke, Naturmaterialien, Textilien, Spielzeug und selbst gefertigte Formen treten miteinander in Beziehung und bilden eine Figur, die ebenso vertraut wie fremd erscheint. Kindheit, Märchen, Volkskunst, Erinnerung und Gegenwart überlagern sich, ohne zu einer eindeutigen Erzählung zu werden.
Die Figur wirkt wie eine Reisende zwischen verschiedenen Welten. Sie trägt Spuren von Herkunft und Prägung, aber auch von Veränderung und Selbstermächtigung. Der helle Kopf erscheint beinahe durchscheinend, als wäre Identität etwas Vorläufiges, etwas, das sich immer wieder neu zusammensetzt.
So entsteht ein Selbstporträt ohne Ähnlichkeit. Nicht das Gesicht wird gezeigt, sondern ein persönlicher Kosmos aus Dingen, Bildern und Bedeutungen, die mich begleiten und mich prägen.